Vorbeischauen. Draufhauen. Gewinnen!

„BlinkenCubes“ - das Gewinnspiel von idowapro auf der Niederbayern-Schau 2017. Unsere Azubis berichten von ihrem ersten gemeinsamen Projekt.

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Anlässlich der Niederbayernschau 2017 erhielten wir die Aufgabe, gemeinsam ein Gewinnspiel umzusetzen. Unsere Aufgabe bestand darin, 26 leuchtende Würfel zu gestalten, zu programmieren und sie mit einem Buzzer zur Nutzereingabe zu verbinden.

Die Würfel sollten im Standby-Modus langsam abwechselnd blinken. Wenn ein Standbesucher nun das erste Mal buzzert, wird der Gewinnspiel-Modus aktiviert und die Würfel blinken schneller. Beim zweiten Draufhauen soll das Blinken wieder langsamer werden und bei einem der Würfel zum Stehen kommen. Dieser zeigt dann den gewonnenen Preis an. So die Anforderung und der Plan.

Es war unser erstes gemeinsames Projekt. Man kann sich bestimmt vorstellen, dass wir uns wahnsinnig gefreut haben, als wir von unserer neuen Aufgabe erfuhren: Das Einüben von Teamarbeit, das Vernetzen von Design und Entwicklung, und das bereits in der Ausbildungsphase.

Es folgen unsere Arbeitsschritte, unsere gesammelten Erfahrungen und unsere überwundenen Herausforderungen.

Design und gestalterische Umsetzung

Unsere auszubildende Mediengestalterin machte sich über das Design Gedanken:

Für die gestalterische Umsetzung orientierte ich mich an unseren Give Aways, Schreibblöcken und an anderen Produkten, die unserem Corporate Design von idowapro entsprechen, es soll ja schließlich alles zu unserem Erscheinungsbild passen.

Die Gestaltung des Buzzers ging zügig voran. Als Grundfarbe wählte ich unser dunkelblau, auf diesem sind unsere anderen Farben am besten zu sehen und kommen gut zur Geltung. Auf der Vorderseite ist unser Logo mit einem Sternchen und einer Raute zu sehen. Im Kontrast dazu zeigen auf der Rückseite vier verschiedenfarbige Pfeile auf den knallroten Buzzer-Knopf. Die anderen beiden Seiten sind identisch aufgebaut: Auf ihnen sind die Icons unserer Hauptdienstleistungen zu sehen: „Web. App. Shop.“ und „Corporate Design. Social Media. SEO/ SEM“. Als die Buzzer-Säule bei uns im Büro angeliefert wurde, waren alle komplett aus dem Häuschen und wir haben sie sofort ins Herz geschlossen.

78 Würfelseiten Individualität

Die 26 leuchtenden Würfel zu designen, stellte sich als eine etwas kompliziertere Aufgabe heraus, da jeder einzelne Würfel individuell sein sollte. Als erstes machte ich mir eine Liste aller Gestaltungselemente, die später auf 18 Würfeln dargestellt werden sollten. Diese sind Hauptbestandteil unseres Corporate Designs und bestehen aus verschiedenen Zeichen, wie zum Beispiel den Vergleichszeichen (<>), dem Sternchen (*), verschiedener Klammern ({ }) und allem, was noch so auf der Tastatur und in Programmiersprachen zu finden ist. In der Druckdatei mussten diese in Magenta eingefärbt werden, damit der Hersteller wusste, was er ausfräsen und mit einem LED-Panel ausstatten muss. Die Vorderseite der anderen acht Würfel verzieren die Logos einiger unserer Kunden. Diese sponserten die Gewinne für unsere Standbesucher wie zum Beispiel Eintrittskarten oder Familientageskarten im Freibad.

Danach kamen die ersten Schritte für die bedruckten Seiten der Würfel. Zuerst legte ich für jede Seite des Würfels eine andere Farbe fest. Jetzt kam der anspruchsvollere Teil: Jede der drei bedruckbaren Seiten der 26 Würfel sollte anders aussehen. Das heißt, sich für insgesamt 78 Seiten Kombinationen aus Zeichen auszudenken. Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten, aber irgendwann gehen einem dann doch die Ideen aus. Also brachte ich auch ein paar Bilder aus unserem Arbeitsumfeld mit ein, die in dieser Zusammenstellung eine interessante Wirkung hatten. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen.

Es war ein sehr schönes Projekt, auch wenn es nicht ganz ohne Komplikationen verlaufen ist. Aber mal ehrlich: Welches Projekt tut das schon? Es kann nicht alles zu 100% nach Plan laufen und genau daraus lernt und zieht man seine Erfahrungen. Auch wenn es zwischendurch stressig wurde, war es dann umso schöner, das Endergebnis zu sehen und den Anblick einfach zu genießen. Das Lächeln unserer Standbesucher bestätigte es.

“Nur” ein Buzzer und doch eine ganze Datenbank

Die Azubis zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei idowapro bekamen nun die Wunschvorstellung über den Ablauf des Gewinnspiels. Sofort begannen sie mit der technischen Planung des Projekts:

Als erstes standen Überlegungen an, welche Hardware wir dafür verwenden könnten. Also sammelten wir Informationen über diverse Geräte, welche für unseren Zweck infrage kämen und wogen Vor- und Nachteile aus Sicht der Funktionalität und Ökonomie ab. Letztendlich beschlossen wir, als zentrale Steuereinheit für die WiFi-Kommunikation und als Webserver einen Raspberry Pi einzusetzen. Zudem entschieden wir uns jeweils für einen ESP8266-Chip für die Steuerung der LED-Panels der einzelnen Würfel.

Nach der Entscheidung für die Hardware nahmen wir die Software ins Visier. Der erste Schritt ist auch hier eine gute Planung. Die Verwaltungsoberfläche war essentiell für die Entwicklung der eigentlichen Software, denn damit steuern wir das gesamte Gewinnspiel. Im User Interface, auf das wir später per mobilem Endgerät zugreifen, haben wir eine Übersicht aller aktuell mit dem Raspberry Pi verbundenen Würfel und deren eindeutige Mac-Adresse. Somit wird jedem Würfel ein Gewinn zugeordnet. Die Gewinne werden ebenfalls über die Bedienoberfläche verwaltet. Die Übersicht listet alle Gewinne ihrer Anzahl nach auf. Eine Datenbank speichert sie ab. Wenn ein Besucher nun etwas gewinnt, wird simultan in der Datenbank der Eintrag des Gewinns bearbeitet. Ist die maximale Anzahl eines Gewinns erreicht, kann er nicht mehr von der Software vergeben werden.

Eine weitere Funktion der Verwaltungsoberfläche beendet das autonom ablaufende Gewinnspiel. Die physischen Würfel konnten wir auch als Simulation in die Benutzeroberfläche integrieren - ein wichtiger Teil der Entwicklung.

Die Steuerungstechnik hinter dem Buzzer

Am meisten Zeit beanspruchte allerdings die Entwicklung der Software für die zentrale Steuereinheit. Hier haben wir drei verschiedene Modi definiert, die mit einem Druck auf den Buzzer ausgewählt werden. Je nach Modus werden die Würfel nach einem bestimmten Schema beleuchtet, das den Ablauf des Gewinnspiels darstellt. Ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung war zudem, die Eingabe des Buzzers an den Raspberry Pi zu übergeben. Dies haben wir durch eine einfache Kabelverbindung und einem kleinen Programm in der Programmiersprache Python gelöst.

An zwei Tagen besuchten wir außerdem den Firmenstandort der Mediengruppe in Straubing und durften in den Bereich der Elektrotechnik hineinschnuppern. Wir löteten Relais auf die ESP8266-Chips, um die Steuerung der LED-Panels umzusetzen und verbauten außerdem jeweils einen Spannungswandler. Zudem kam das Aufspielen der Firmware auf alle ESP8266-Chips, damit sich diese selbstständig mit dem vom Raspberry Pi erzeugtem WLAN-Netzwerk verbinden, sobald ihnen Strom zugeführt wird. Somit kann die zentrale Steuereinheit Signale an einen spezifischen Würfel senden, um das LED-Panel über den verbundenen ESP8266-Chip an- bzw. auszuschalten.

Fazit

Während dieser Projektarbeit sammelten wir einiges an Eindrücken: Zum einen die Wichtigkeit einer Organisation im Team, zum anderen, wie wichtig eine strukturierte Herangehensweise an eine Aufgabe in dieser Größenordnung ist.

Das Gewinnspiel ist auch zur Freude unserer Standbesucher sehr gut gelaufen und hat seine Zielvorgabe erfüllt. Der Prozess des Gestaltens und der Entwicklung in diesem Projekt muss aber nicht darauf beschränkt sein. Wir werden es weiter optimieren und - was wir auch für viele Kunden leisten - um weitere Funktionen erweitern. Der autonome Betrieb kann beispielsweise so angepasst werden, dass er auch für Präsentationszwecke geeignet ist. Einzelne Bestandteile des Programms werden künftig in anderen Verfahren ausprobiert wie etwa in einem Mesh-Network.

Trotz der Höhen und Tiefen war es ein gelungenes Projekt, aus dem wir vieles lernen konnten.

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