Vom kreativen Nichts zur Auswertung – Social Media bei idowapro

Ein kreatives Chaos kann im Privaten recht nett sein, im Marketing wäre alleine damit jeder verdiente Penny nur Zufall. Social Media Marketing braucht Strategie.

Privat können Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter oder Instagram ein Spaß sein, oder auch nur zeitraubend. Oder informativ. Sie können neugierig oder neidisch machen: posen und posten. Manche haben es mit ihren Kanälen zu einem Millionen-Publikum gebracht. Andere benutzen sie als Instrument, das durchaus auch wahlentscheidend sein kann, stark polarisierend und meinungsbildend. Teils wird kaum mehr erkennbar, ob eine Person schreibt oder ein Algorithmus. Kaum vergeht eine Woche, in der sich in der Funktionsvielfalt nicht irgendetwas verändert. Eine Milliarden-Dollar-Industrie wird so am Leben erhalten. Wo viel Geld fließt, spielt auch das Marketing eine Rolle. Eine Website für ein Unternehmen ist Pflicht, firmeninterne Social Media Kanäle können zusätzlich umsatzwirksam werden. Nur wie geht das? Ist es mit ein paar Posts, wie sie auch privat entstehen, getan? Oder kann das professionalisiert werden?

Das Netz kennt nun die Berufssparte des Social Media Managers in Hülle und Fülle, eine Google-Suche nach Social Media Strategie ergibt über 11 Millionen Treffer (=n). Und mit diesem Beitrag vermutlich n+1. In unter einer Sekunde. Da fällt es etwas schwer, den Anspruch an einen Blogbeitrag zu erfüllen, auf eine Frage die bestmögliche Antwort im Netz zu liefern. Das haben wir allerdings auch nicht vor. Hier möchten wir kurz vorstellen, wie bei idowapro Social Media so funktioniert. Und zwar auf zwei Arten: Einerseits die Betreuung eigener Kanäle, andererseits die Betreuung von Kunden, die “auch mal was bei facebook machen” wollen. Social Media als Marketing-Instrument ist nicht mehr nur Insidern vorbehalten, sondern ein umfangreiches Angebot für Unternehmen, um mehrere Millionen Menschen gezielt zu erreichen. Und das ist auch schon das wichtigste Schlagwort: das Ziel.

Social Media mit Ziel

Der Facebook Business Manager listet dafür drei Bereiche auf:

Bekanntheit

Die Reichweite oder Markenbekanntheit steigern

Erwägung

Für Interaktionen oder Besucherverkehr sorgen

Conversion

Die Erreichung des Ziels, sei es ein abgeschlossener Verkauf oder eine Newsletteranmeldung

Wir möchten in diesem Fall bekannter werden und potentielle Kunden aufmerksam machen. Dazu sollten wir die Möglichkeiten kennen, die jeder einzelne Kanal bietet, sowie der intelligente Einsatz, um das Ziel zu erreichen: die Strategie. Gute Unterscheidung am Rande: effektiv = alle Tätigkeiten, die zum Ziel führen, effizient = die optimalen Tätigkeiten, die zum Ziel führen; einerseits im Selbsttest, andererseits für Kunden, sei es als kundenspezifische Schulung oder als fortwährende Betreuung von Kundenkonten.

Ja der Selbsttest. Wir, das Social Media-Team von idowapro, spezialisierten uns auf die Kanäle Facebook, Twitter, Instagram und unseren eigenen Blog. Blogbeiträge liefern im idealen Fall viel Content, den auch Google gut findet bzw. der User. Denn was der User gut findet, findet auch Google gut. Diese sollten dann auf anderen Kanälen etwas angepasst wieder ausgespielt werden. Auch für die anderen Kanäle gibt es je eigenen Content. Ziel: Möglichkeiten der Interaktion bieten und Bekanntheitsgrad erweitern. Nur bei wem? Wichtigstes Schlagwort 2.0: die Zielgruppe.

Die Zielgruppe

Die Zielgruppe sollte sehr genau definiert sein, denn darüber kann sehr viel Geld gespart werden. Werbekampagnen haben mittlerweile unglaublich viele Schrauben, an denen gedreht werden kann, und das bringt bares Geld. Nur in welche Richtung? Darüber entscheiden auch sogenannte Personas. Eine Persona ist ein beispielhafter Kunde, eine Vorzeigeperson aus der Zielgruppe, die für viele andere steht. Je genauer diese beschrieben werden kann, umso besser kann ich meine Ziele formulieren und die Schrauben drehen. Targeting nennen wir sowas.

Nun stehen das Ziel und die Zielgruppe. Jetzt fehlt nur noch das, mit dem die Zielgruppe bespielt werden soll, ein Thema oder ein Topic. Eine kreative Themenfindung. Nur darf es nicht dabei bleiben. Ein Redaktionsplan muss her.

Das Social Media Team bei der Arbeit: Katharina Klier, Hannes Bräutigam, Mona Wolnik und Christina Neudecker (von links)

Der Redaktionsplan

Bei idowapro hat sich ein monatliches Treffen etabliert, an dem für die nächsten vier Wochen die Themen besprochen und geplant werden. Seit März mittlerweile recht routiniert, was auch gut ist, denn in entspannter Atmosphäre kommen mehr Ideen. Und ein ratloses Schweigen ist nicht mehr ganz so peinlich. Es kann auch ein kreatives Nichts sein.

Zum Schluss muss jedoch klar sein, wer wann was auf welchem Kanal macht. Und warum. Dazu gehört der Zeitpunkt der Veröffentlichung, der auch nach der jeweiligen Analyse der Statistiken angepasst wird, Liefertermine für Text und Grafiken, Thema, Autor oder Verantwortlicher und schließlich auch das Seeding, also das Hinweisen auf den Content in anderen Kanälen. Die eigenen Neigungen und Interessen mögen bei der Themenfindung eine Rolle spielen, in der Beurteilung der Themenrelevanz steht allerdings der Nutzen für den Leser im Vordergrund.

Die Auswertung

Das Spannende ist die statistische Auswertung, die Datenanalyse. Hier ergeben sich viele Stellschraubenmöglichkeiten. Es ist oft überraschend, welche Faktoren dann doch keine Rolle spielen und welche Motive gut ankommen. Hier setzt auch wieder der höhere Spaß ein, denn das Userverhalten sorgt immer wieder für Überraschungen.

Die Optimierung der Strategie kann sehr ertrag- und erkenntnisreich sein. Für jeden Kanal ergeben sich andere Möglichkeiten. Für eine erfolgreiche Social-Media-Kampagne sollten Sie diese kennen oder jemanden beauftragen, der sich damit auskennt. Wir arbeiten damit.

Keine Angst vor dem Nichts oder dem Chaos. Solange die Themenideen in einem Redaktionsplan münden und in eine Strategie eingebettet werden, wird alles gut. Das kann man dann auch gerne teilen. Sorry, seeden.