Meet Magento 2018 in Leipzig: Familienzuwachs mit Adobe

Wir waren auf der Meet Magento 2018 in Leipzig vor Ort und kehren mit neuen und neu fundierten Erkenntnissen zurück.

Meet Magento 2018 Leipzig
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Meet Magento 2018 in Leipzig

Das Web-Shop-System Magento erfreut sich globaler Beliebtheit, wenn es darum geht, großdimensionale Webshops umzusetzen. So sieht es gemäß der eigenen Referenzen auch Burger King, Coca Cola oder auch Gabor oder Beyerdynamic, die beiden letzten waren auch in Leipzig mit dabei.

Zu den über 700 Besuchern der Meet Magento 2018 zählen die wichtigsten Insider wie Thomas Goletz und Ben Marks — und Mitarbeiter von idowapro. Über 40 Vorträge und Workshops gliedern sich in die vier Themenbereiche Business Strategies, Technology, B2B und Best Practices.

Nun wurde auf der Messe offiziell verkündet, dass Magento nun ein Teil der Adobe Familie wird. Wir hoffen auf Familienzusammenhalt, Unterstützung und Fortentwicklung.

Zu den Details unseres Messebesuchs

In den zwei Tagen der Leipziger Meet Magento 2018 ist keine Revolution verkündet worden. Wir bekamen Impulse und Trends mit und haben mit sehr vielen Leuten gesprochen, die hinter einer Technologie, einem Tool und einem Code stecken. Obwohl es durchaus sein könnte, dass mit der Aufnahme von Magento in die Adobe-Familie eine Revolution einher geht, weil dadurch die Weiterentwicklung des Systems an Fahrt aufgenommen hat und gut voran geht.

Die Adobe Experience Cloud wird mit der Magento Commerce Cloud zusammenwachsen. Kunden kaufen nicht nur Produkte, sondern Erfahrungen, so Brad Rencher, dem General Manager, Digital Experience, Adobe. Im Bereich digitaler Erfahrung ist Adobe Marktführer. Zusammen mit Magento wollen sie den experience-driven Commerce auf Marken und Händler jeglicher Größe ausweiten.

Codeception

Die OpenSource Software Codeception erlaubt es, auch bei Magento verschiedene automatisierte Testarten durchzuführen. Ein Browser wird simuliert, alle Vorgänge von der Auswahl eines Produktes bis zum Kaufabschluss mitprotokolliert, automatisch Screenshots erstellt und am Schluss Ergebnisse geliefert, die auch ein Nicht-Programmierer ansehen kann, damit er nicht in jedem Browser Smoketests machen muss. Das ist weniger Aufwand macht die Tests konsistent. So wird die Zeit und die Klicks testbar, die vom Kunden aufgewendet werden müssen, noch bevor der Shop online geht. So werden Fehler sichtbar, die manuell womöglich gar nicht entdeckt würden, bevor das System live geht.

Alexa-Skill

Auch hier soll Alexa einspringen, der Conversational Commerce. Mithilfe eines Alexa-Skills kann der Magento Shop mit Sprachbefehlen umgehen und Amazon Pay einbinden. Statt 15 Klicks zu einer Kinokarte für den Wunschfilm zur Wunschzeit mit dem Wunschplatz sollen lediglich eine Anfrage vom Kunden und eben diese drei Rückfragen und schließlich die Bestätigung von Alexa kommen. Die Wunschbegleitung übernimmt ein anderer Shop. Wir empfehlen, die Entwicklung noch etwas zu beobachten und keine vorschnellen Alexa Skills zu implementieren.

Magento als Progressive Web App

Magento erhält eine PWA als Frontend. Das hat den Vorteil, dass das Frontend für den Kunden sehr schnell und benutzerfreundlich aufgebaut wird und er sofort sieht, was er sehen will. Das erfordert bestimmte Features: Produktkategorien und Produktdetailseiten können im Cache gespeichert werden und stehen daher auch offline zur Verfügung, sowie Pushnachrichten über Bestellstatus und Versand aufs Display zu bekommen. Das Thema ist sehr umfangreich und einen eigenen Beitrag wert.

GitLab CI

Gitlab automatisiert ebenfalls Prozesse. Nach der lokalen Entwicklungs- und Testphase in einer lokalen Umgebung soll der Shop auf den Live-Server umziehen, das Deployment. In einer neuen Umgebung können sich Skripte unterschiedlich verhalten, Bugs zum Vorschein kommen und der gesamte Kaufprozess abreißen. Ehemals hauptsächlich manuell, nun simuliert GitLab automatisch verschiedene Situationen, um die Reibungslosigkeit zu gewährleisten. So werden Fehler frühzeitig und effektiv entdeckt.

Dezentrales Hosting

Amazon Webservices bietet weltweites dezentrales Hosting an, das auch vor China nicht Halt macht. Um in China Fuß zu fassen, braucht es eigene lokale Server in diesem Land. Mit den Amazon Rechenzentren, die in Hong Kong und anderen Städten in China geplant sind, ist diese Vorschrift erfüllt, gleichzeitig hat man einen schnell erreichbaren Ansprechpartner. Spitzen in der Auslastung können gut abgefangen werden, weil die Serverleistung skalierbar ist, auch planbar für das Weihnachtsgeschäft oder den Black Friday. China war selbst mit über 40 chinesischen Unternehmen vertreten, die auch im Bereich Magento Fuß fassen wollen.

Networking zum Schluss

So ging auch die Aftershowparty, also das lockere Netzwerken, bei einem oder zwei Pils und guter Verpflegung bis in die Morgenstunden.

Wir haben gesehen, dass wir im internationalen Vergleich gut dastehen. Es wurden viele Themen angesprochen, die auch uns beschäftigen. Hier haben wir gesehen, vor welchen Herausforderungen auch andere Angenturen stehen, wie sie sie gelöst haben und welche Lösungswege auch bei uns zu finden sind. Es gibt vieles zu weiterzuentwickeln. Im Moment haben wir angepasst an unsere Agenturgröße und unsere Kundenbedürfnisse einen nahezu idealen Workflow gefunden.

Der Magento-Berater und Entwickler Andreas von Studnitz berichtet davon, dass die Weiterentwicklung von Magento rasch voran geht. Die aktuelle Version 2.2.4 ist nicht mehr weit von 2.3 entfernt.

Im nächsten Versionsschritt zu Magento 2.3 wird ein Pagebuilder implementiert sein, der eine große Hilfe für den Content Commerce ist. Storytelling zu einzelnen Produkten oder Kategorien können im Backend mit allen zugehörigen Texten und Medien umgesetzt werden. Das schafft einen echten Mehrwert im Kundenerlebnis gegenüber den Commerce-Riesen.

Wir halten Sie (und Ihren Webshop) gerne auf dem Laufenden. Sprechen Sie uns an :-)